Alle Hände voll zu tun

Trotz der Grippewelle fiel am Wochenende nur eine Partie dieser zum Opfer. Dennoch war aus dem NSV-Lager Anspannung zu verspüren und große Sorgenfalten machten sich breit…

Bei den Männern fehlte die halbe Mannschaft und bei den Frauen gab es am Freitag ebenfalls Ausfälle zu verzeichnen. Der Nachwuchs hingegen spielte munter und erfolgreich auf.

Landesliga Männer
Nordhäuser SV – SG Schnellmannshausen 20:19

RegionsOberliga Frauen
Nordhäuser SV – ESV Lok Meiningen 28:20

RegionsOberliga weibliche Jugend B
Nordhäuser SV – JSG Hainich/Nessetal Spielabsage

RegionsOberliga männliche Jugend C
Nordhäuser SV – SV GA Bleicherode 38:23
Oberliga weibliche Jugend D / Nordhausen
Turnierergebnisse

Nordhausen – THC 0:0 THC außer der Wertung
Saalfeld/Könitz – Nordhausen 4:6
THC – Nordhausen 0:0 THC außer der Wertung
Nordhausen – Saalfeld/Könitz 7:5

RegionsLiga Jugend E Vorrunde / Sömmerda
Turnierergebnisse

Nordhausen III – Behringen/Sonneborn 7:2
THC III – Nordhausen 12:4
Nordhausen III – Sömmerda 1:10
Behringen/Sonneborn – Nordhausen 4:4
Nordhausen -THC III 2:3
Sömmerda – Nordhausen III 8:2

Oberliga männliche Jugend D / JenaTurnierergebnisse

Werratal – Nordhausen 2:16
Nordhausen – Jena II 12:7
Nordhausen – Werratal 20:2
Jena II – Nordhausen 1:6

Landesliga Männer
Nordhäuser SV – SG Schnellmannshausen 20:19

Ein Spieltag der in die Geschichtsbücher beider Vereine eingehen wird. Stehende von Jubelgesängen begleitete Beifallsstürme aus dem Nordhäuser Fan Lager und fassungslose versteinerte Gesichter auf Seiten der Gäste aus Schnellmannshausen. Ausgelöst wurden die Reaktionen durch die letzte Aktion auf dem Spielfeld.

Beim Stand von 20:19 entschieden die Schiedsrichter auf Strafwurf für die SG. Alle hatten sich nach der Entscheidung mit einer Punkteteilung angefreundet. Nicht so NSV Keeper Christoph Keil. Der ehrgeizige, und in dieser Partie wieder einer der besten seiner Mannschaft, parierte den Wurf und der Jubel kannte keine Grenzen mehr. Diese Parade war der Schlusspunkt einer von Kampfgeist geprägten und an Spannung kaum zu überbietenden Landesliga Partie.

RegionsOberliga Frauen
Nordhäuser SV – ESV Lok Meiningen 28:20
In die letzte Partie des Jahres gingen die Nordhäuserinnen mit gemischten Gefühlen. Die Niederlage beim Spitzenreiter saß noch tief und die Ausfallliste im Vorfeld war der Stimmung auch nicht zuträglich. Dies übertrug sich auf das spielerische Element der ersten Halbzeit deutlich.

Nordhausen einen Hauch optisch besser, vermochte es nicht gegen den Tabellenletzten Akzente zu setzen. Im Gegenteil, sie liefen sich fest und die Fehlwurfquote lag über dem Durchschnitt. Dem Spiel fehlte es deutlich an Treffern. In der 10. Minute fiel erst Treffer Nummer 4 (3:1).

Danach kippte die Partie. Aus dem Vorsprung wurde in der 15. Spielminute ein 3:4 Rückstand. Beide Seiten konnten sich in der Folgezeit nicht durchsetzen. Nordhausen mit einem deutlichen Plus auf der Torhüterposition, jedoch mit einer schlechten Angriffsleistung.

So war es auch die Torhüterin Nicole Kaempfe vorbehalten ihre Vorderleute, nach dem 7:9, mit Paraden die Richtung vorzugeben. Die letzten 5 Minuten gehörten dann dem NSV. Ausgleich (9:9) in der 27. Spielminute und Rückeroberung der Führung durch Luise Weber in der 28. Minute und gleichzeitiger Halbzeitstand 10:9.

Die zweite Halbzeit begann von beiden Seiten druckvoller. Es fielen Tore, beide Torhüterinnen standen wieder im Mittelpunkt. Fabienne Gerlach traf in der 38. Minute zum 13:12 und Ella Krieß keine Minute später zum 14:12. Nordhausen wurde immer sicherer und spielstärker. Drei Paraden von Nicole Kaempfe, folgten drei lange Pässe zu der gestarteten Luise Weber. Diese bedankte sich mit den Treffern 15,16 und 17. Nordhausen nun spielbestimmend und sicherer im eigenen Spiel. Die Lok Frauen hielten dagegen konnten die Niederlagen jedoch nicht mehr abwenden.

Die NSV Frauen gewann die letzte Partie des Jahres dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit verdient mit 28:20.

RegionsOberliga weibliche Jugend B
Nordhäuser SV – JSG Hainich/Nessetal Spielabsage
RegionsOberliga männliche Jugend C
Nordhäuser SV – SV GA Bleicherode 38:23
Das Beste aus Nordhäuser Sicht war der Spielstand nach dem Schlusspfiff. Ansonsten war die Partie zerfahren. Die NSV-Spieler gingen, angesichts ihrer bisher makellosen Saison, zu lasch zu Werke. Dennoch waren sie auf dem Parkett das dominierende Team.

Im Fokus dabei ihre Abwehrarbeit oder besser ihre nicht vorhandene Abwehrarbeit. Die Gäste nutzten dies und ärgerten den Favoriten eine gehörige Zeit. Eine wahre Chance einen Punkt zu ergattern hatten sie jedoch nie.

Dennoch konnte Bleicherode eine ganze Reihe von Situationen für sich entscheiden. Der NSV zu stürmisch, zu sehr in der Vorwärtsbewegung. Auch eine Führung von 9:6 und 10:7 brachte keine Besserung. Im Gegenteil, in der 16. Minute stand es nur noch 10:9. Erst danach setzten sich die größeren Kraftreserven der Hausherren durch. Der Halbzeitstand von nur 19:13 hatten sich die Kalistädter redlich verdient.

Nach dem Seitenwechsel wurde es nicht unbedingt besser. Zwar durften beide Teams die Deckungsvarianten ändern, die Spielkultur bestand weiterhin aus sehenswerten Einzelaktionen. Mannschaftlich, spielerisch kam einfach zu wenig vom NSV rüber. Da die Kräfte von „Glück Auf“ zunehmend schwanden wurde der Rückstand deutlich. Der Endstand von 38:23 geht in Ordnung. 

Oberliga weibliche Jugend D / Nordhausen
Teilnehmer: Nordhäuser SV, Thüringer HC-LSZ III, HSG Saalfeld/Könitz
Turnierergebnisse

Nordhausen – THC 0:0 THC außer der Wertung
Saalfeld/Könitz – Nordhausen 4:6
THC – Nordhausen 0:0 THC außer der Wertung
Nordhausen – Saalfeld/Könitz 7:5

Der THC-LSZ III, außer Konkurrenz spielend, reiste mit einer Reihe von C-Jugend Spielerinnen an. Nordhausen behielt im ersten Spiel gegen die HSG die volle Kontrolle. Ein schnelles 2:0 folgte ein drei minütiger Leerlauf auf beiden Seiten, der nachfolgend 2:2 zur Folge hatte.

Danach die beste Phase der Rolandstädterinnen. Mit einem starken Tormädchen im Rücken, 3 Paraden innerhalb von 2 Minuten, eroberten sie im Angriff die 5:2 Führung. Die zweite Hälfte der Spielzeit mühten sich beide Seiten, dabei dominierten die Abwehrreihen. Nordhausen brachte den Vorsprung mit einem 6:2 erfolgreich über die Zeit.

Da der THC-LSZ III außer Wertung spielte setzte der NSV in dieser Partie auf andere Spielanteile innerhalb der Mannschaft. Im Rückspiel gegen die HSG wurde es dann wieder stürmisch auf dem Parkett. Zwei Teams auf Augenhöhe zeigten für diese Altersklasse einen ausgezeichneten Handball. Nordhausen konnte sich ab der 11. Minute leicht absetzen (6:4) was zum Schluss den Ausschlag gab. Endstand 7:5.

RegionsLiga Jugend E Vorrunde / Sömmerda
Teilnehmer: Nordhäuser SVIII, HSV Sömmerda 05, Thüringer HC-LSZ III, SVT&C Behringen/Sonneborn
Turnierergebnisse

Nordhausen III – Behringen/Sonneborn 7:2
THC III – Nordhausen 12:4
Nordhausen III – Sömmerda 1:10
Behringen/Sonneborn – Nordhausen 4:4
Nordhausen -THC III 2:3
Sömmerda – Nordhausen III 8:2

Nordhausen III mit zwei unterschiedlichen Turnierhalbzeiten. Während in den ersten drei Spielen der Respekt in den Köpfen das eigene Spiel bestimmte und hemmte, ließen sie diesen in der Rückrunde in der Kabine.

Auch wenn sie gegen die Jungs aus Sömmerda keine Chance hatten, erspielten sie sich Achtungserfolge. Gegen THC III hatten sie sogar die Chance auf eine Punkteteilung. Es sollte diesmal halt noch nicht sein.

Zuvor gelang ihnen dies jedoch gegen Behringen/Sonneborn. Im Hinspiel noch unterlegen, waren sie im Rückspiel einer Überraschung nah. Trotz einer Punkteteilung am Ende gingen sie nicht mit hängenden Köpfen vom Feld. Das Fazit fällt auch nach diesem Turnier als reine Mädchenmannschaft positiv aus.

Oberliga männliche Jugend D / Jena
Teilnehmer: Nordhäuser SV, HBV Jena II, HSG Werratal 05
Turnierergebnisse

Werratal – Nordhausen 2:16
Nordhausen – Jena II 12:7
Nordhausen – Werratal 20:2
Jena II – Nordhausen 1:6

Volle Punktzahl. So das Fazit einer Mannschaft die sich Auswärts den Frust von der Seele warf. Sie ließen Werratal und der Zweiten vom Gastgeber keine Chance. Die Rolandstädter versuchten aber auch das Turnier zu Nutzen um neuen Spielvarianten zu probieren. Den Spielstanden nach müssen viele davon aufgegangen sein.
Vor allen ihre offensive Deckungsarbeit und ihr konsequentes Umkehrspiel waren für die teils deutlichen Erfolge Grundlage.