1. Männer mit Heimerfolg

Bevor die Männer am Wochenende zu ihrem ersten Heimspiel der Saison aufliefen, hatte der Nachwuchs bereits ordentlich vorgelegt. Die Männer zogen nach, mit einer an Spannung kaum zu überbietenden Partie gegen Jena II…

Landesliga Männer / Nordhäuser SV – HBV Jena II – 31:26
Die Stimmung war vor der Partie gut in den Reihen des NSV. Die Halle gut gefüllt und voller Erwartung auf den ersten Heimauftritt der neuen Spielserie. Nach dem Austausch von Nettigkeiten zwischen den Kontrahenten ging es dann auch gleich los. Die Gäste von Beginn an mit schnellen Spiel und einer siegessicheren Körpersprache erzielten dem ersten Treffer (0:1). Fast auf die Sekunde genau 60 Sekunden später konnte Yannick Hund durch einen verwandelten Strafwurf ausgleichen (1:1). Danach kam eine spielerische Glanzphase von Jena. Sie hielten die Hausherren in der Abwehr auf Distanz und im Angriff erzielten sie leichte Treffer.

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Nordhausen geriet gleich zu Beginn unter Druck und in Rückstand. Sie spielten einfach zu umständlich, zu zahm. Man merkte ihnen das fehlende Selbstvertrauen förmlich an. In Spielminute 8 war der Rückstand auf 1:5 angewachsen. Der optische Eindruck von der spielerischen Mannschaftsleistung war nicht so als könne man sich eine Wende im Spiel vorstellen.

Das erste Lebenszeichen kam vom Keeper Christoph Keil. Mit seinen Paraden hielt er die Partie zumindest auf der Anzeigetafel im Rahmen. Und wieder war es Yannick Hund der das 2:5 erzielte. Jena erhöhte folgend wieder auf 4 Treffer Abstand, ehe Tim Boikat das 3:6 markierte. Die erste kleine Flamme fing an zu brennen. Normen Bischoff, Lukas Fehling und Maximilian Hund ließen mit dem Zwischenstand 6:8 Hoffnung aufkommen. Wiederum zwei Treffer von Jena, bedingt durch Ballverluste im Angriff des NSV, und der alte Rückstand war mit 6:10 wieder hergestellt.

Das war für Christoph Keil einfach zu viel. Er nagelte sein Kasten einfach zu und ließ die Jenaer Wurfleistungen stellenweise alt aussehen. Das richtige Signal zur richtigen Zeit. Lukas Fehling eröffnete mit zwei Treffern die Aufholjagt (8:11). Ein kurzzeitiger Rückschlag von 8:12 rüttelte den Rest der Südharzer Mannschaft auf. Das Spiel begann zu kippen. Jena plötzlich ängstlich, angesichts eigener schlechter Wurfleistung.

Nach dem Anschlusstreffer zum 11:13 durch Normen Bischoff versuchte sich der HBV neu zu organisieren. Dieses Vorhaben gelang ihnen nur bedingt. Zwei Treffer von Marcel Effenberger-Kiel markierten den knappen 14:15 Pausenrückstand. Für die Gäste war das Pausensignal die Rettung, da Nordhausen gänzlich das Spielzepter übernommen hatte.

Die zweite Halbzeit begann mit einem großen Aufschrei von den Tribünen. Der NSV vergab den Ausgleich vom Strafwurfpunkt um im Nachfassen das 15:15 zu markieren. Die Spannung stieg und die Hausherren wurden immer besser. Da jetzt auch noch Maximilian Watzke, kam kurzzeitig für Keil ins Tor, seinen Kasten vernagelte verkrampften die Gäste. Ihre spielerischen Aktivitäten hielten sich im Rahmen und Hektik machte sich breit.

Ein kurzes Geplänkel mit einem 16:16, erzielt durch einen in der zweiten Halbzeit stark aufspielenden Florian Gröger, war nur eine Zwischenstation. Jena legte mit dem 16:17 noch einmal durch einen Konter vor, ehe Martin Lutze von der rechten Seite das 17:17 markierte. Lautstark wurde es beim 18:17. Florian Gröger eroberte die Führung unter lautstarken Beifall für sein Team.

Was folgte war die stärkste Phase der Nordhäuser. Hinten durch Christoph Keil war alles dicht und im Angriff lief der Motor auf Hochtouren. Maximilian Hund, Lukas Fehling erhöhten den Vorsprung auf 20:17. Jena nahm eine Auszeit die verpuffte. Gleich 3 Treffer von Yannik Hund und der Vorsprung erhöhte sich auf 4 Treffer (22:18). Als dann Martin Lutze und Steffan John die Treffer 23 und 24 erzielten kochte die Halle. Nordhausen hatte sich in der 43. Spielminute einen 24:18 Vorsprung erspielt.

Dieser Zwischenstand hatte viel Kraft gekostet und die Restspielzeit von fast 18 Minuten war lang. Jena mit Wut im Bauch warf alle Reserven ins Spiel und erzielten Wirkung. Da die Südharzer weiterhin auf der Torhüterposition einen klaren Vorteil auf ihrer Seite hatten schmolz der Vorsprung nur langsam, aber er schmolz.

In der 52. Spielminute wurde es kritisch. Der Anschlusstreffer zum 25:24 ließ böses erahnen. Im Schlussspurt übernahm Florian Gröger Verantwortung und zog sein Team mit auf die Siegerstraße. Mit 5 Treffer in 8 Minuten und der Unterstützung von Yannik Hund und Lukas Fehling enteilte der NSV bis zur 59. Spielminute auf 31:25. Der letzte Treffer war, wie der Erste, wieder den Gästen vorbehalten. Endstand 31:26.

Nordhausen zeigte in der Partie zwei Gesichter. Da war der Spielbeginn ohne wirkliche spielerische Höhepunkte und der weitere Verlauf mit einer enormen mannschaftlichen Steigerung, die ihren Anfang zwischen den Posten hatte. Als das Selbstvertrauen wieder ins Mannschaftsgefüge einkehrte waren die alten Tugenden der Nordhäuser wieder da. Auch wenn sie mit Christoph Keil, Florian Gröger (8 Treffer) sowie Yannik Hund (7 Treffer) gleich drei Leuchttürme hatten, bildete die Mannschaft das Fundament.

Nun gilt es im Heimspiel am kommenden Samstag gegen Sömmerda – Anpfiff 19:00 Uhr – nachzulegen.
Tor – Christoph Keil, Tor – Maximilian Watzke, Lukas Fehling 5, Phillip Keil, Tim Boikat 2, Martin Lutze 2, Florian Gröger 8, Yannik Hund 7, Marcel Effenberger Kiel 2, Maximilian Hund 2, Bruce Kunze, Lukas Stolze, Normen Bischoff 2, Stephan John 1

Strafwürfe NSV 7/5 Jena 1/1
Zeitstrafen NSV 6 Jena 6